VfB Uslar gegen SV RW Ballenhausen

Sonntag 28.08.2016 13 Uhr

 

Der Fehlstart ist perfekt der SV RW verliert die Hitzeschlacht

 

Bei sehr heißem Wetter und mit einigen  personellen Problemen trat der SV RW Ballenhausen beim ersten Auswärtsspiel der Kreisklassesaison in Uslar an. Dies war das erste offizielle Punktspiel für unseren neuen Trainer David Kramer. Durch die gute Vorbereitung erhoffte er sich einiges vom Spiel. Umso enttäuschter war er am Ende, da wir nicht alles umsetzen konnten, wie er es sich vorgestellt hatte. Mit dem Wetter hatten alle zu kämpfen, aber mit den Chancenverwertungen leichtfertig umzugehen ist etwas anderes. So machten wir es uns am Ende selber schwer. Der völlig überforderte junge Schiedsrichter tat sein übriges, so dass wir am Ende mit 0 Punkten nach Hause fahren mussten.

 

Wir starteten gut in die Partie, konnten hinten die Bälle abfangen und entschärfen und vorne viel Wirbel machen. Aber wir waren nicht zwingend genug, zeigten streckenweise zwar schöne Kombinationen, die Abschlüsse blieben jedoch zu harmlos, verfehlten entweder das Ziel oder konnten von der Torfrau weg gefangen werden. Mit etwas mehr Glück und Überblick hätten wir in den ersten Spielminuten in Führung gehen können. Doch es sollte anders kommen. Unsere Defensive war in der 10. Spielminute zu weit aufgerückt und so konnte mit einem langen Pass die gegnerische Stürmerin in Richtung des Kastens von Jana von Ohle geschickt werden. Die Abwehr versuchte noch hinterher zu kommen und den Ball zu klären, konnte aber nicht entscheidend eingreifen. Aus zehn Metern Entfernung agierte die Spielerin Lea Labedat clever und schob den Ball gekonnt an unserer Torfrau vorbei ins lange Ecke – 1:0.   

 

Dies sollte uns jedoch nicht weiter beeindrucken.  Wir ließen also die Köpfe nicht hängen und drückten weiter. Wir versuchten uns weiterhin im Aufbauspiel, wenn auch etwas schwerfällig, aber nicht gänzlich ineffizient. So hatten Alexandra Senge, Brigitte Bachmann und Sara Armbrecht den Ausgleich auf dem Fuß. Doreen Martin schlug über links im richtigen Moment eine Flanke, die aber leider der mitlaufenden Tabea Japke verfehlte.  Wir versuchten es auch mit  Abschlüssen aus der zweiten Reihe, aber ein Tor wollte nicht fallen. Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel auch immer ruppiger, denn die Uslar Frauen gingen nicht immer fair in den Zweikampf. Bei einem Karatesprung der Nummer 11 aus Uslar gegen den Kiefer unserer Torfrau hätte es mindestens gelb geben müssen. Wer im Strafraum mit so einem hohen gestreckten Bein voran geht sollte doch bestraft werden. Aber nein der Griff zur Brusttasche blieb aus. Dies war wohl die gefährlichste Aktion, aber  dabei sollte es nicht bleiben. Treten, Schuppsen, am Trikot ziehen, in die Beine gehen, Grätschen, ohne den Ball zu erwischen – all dies blieb völlig ungeahndet. Zum Glück konnte aber unsere Torfrau weiter spielen.  Mit dem Rückstand ging es in die Pause, in der unser Trainer uns abermals bewusst machte, dass wir durchaus am Ausgleich näher dran waren als noch höher in Rückstand zu geraten und somit sollte es eine Frage der Zeit sein bis wir das Tor treffen.
Die klare Zielstellung für Halbzeit zwei war also, ein frühes Tor zu erzielen, um den Druck auf Uslar zu erhöhen. Wir nahmen uns vor den Ball und unsere Gegnerinnen mehr laufen zu lassen. Doch zu viele Einzelaktionen gepaart mit zu wenigen Doppelpässen führten genau zum Gegenteil. Wir erkämpften uns in der Abwehr, die am heutigen Tage bis auf ein paar Ausnahmen, gut spielte, den Ball. Maxi Hempel ließ sich von der aggressiven Spielweise der Gegnerinnen nicht beeindrucken und hielt dagegen. Durch ihre starke Laufbereitschaft, der Erfahrung von Monika Rosenthal-Niemeyer in der Abwehr, dem Auge von Tabea Japke und einer immer stärker werdenden Angelina Lindner konnten einige Angriffe frühzeitig unterbunden werden.

Mit einem langen Ball versuchten wir schnell nach vorn zu kommen und erspielten uns hochprozentige Chancen. Diese wurden jedoch entweder leichtfertig vergeben oder es fehlte das nötige Glück. Vorne ackerten wir unermüdlich, aber wurden auch immer wieder von den Beinen geholt. Es kam vieles zusammen an diesem Tage. Wir wollten den Ausgleich und machten hinten auf. Folgerichtig kassierten wir in der 71. Minute das 2:0. Kurz vor Ende dann doch noch der ersehnte und auch verdiente Anschlusstreffer. Alexandra Senge wurde im Strafraum von den Beinen geholt und Brigitte Bachmann versenkte sicher zum 2:1. Jetzt waren es noch wenige Minuten und die letzte Aktion hatten wir mit einem Strafstoß, der aber leider an allen Köpfen und Füßen vorbei ging. Danach ertönte der Abpfiff.


Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass beide Mannschaften in sich in der Hitze quälten, wir hinten über große Strecken sehr sicher standen, nach vorne versucht haben guten Fußball zu zeigen, aber unsere Torchancen nicht konsequent genug genutzt haben. Daran muss weiter gearbeitet werden, um das Herz unserer Fans und unseres Trainers zu schonen.
An dieser Stelle ein Dank an unsere Zuschauer, die das schöne Wetter genutzt und uns unterstützt haben!

 

Es spielten: Jana von Ohle, Monika Rosenthal-Niemeyer, Tabea Japke, Sara Armbrecht, Brigitte Bachmann, Maxi Hempel, Angelina Lindner, Alexandra Senge und Doreen Martin.

 

 

Außergewöhnliches Team, außergewöhnliches Triple

So lautete die Überschrift in einem veröffentlichten Artikel im Göttinger Sportbuzzer mit dem folgenden Einleitungsworten:

„Die Fußballerinnen des SV Rot-Weiß Ballenhausen haben zum dritten Mal in Folge die Meisterschaft in der 1. Kreisklasse auf Kleinfeld gewonnen und damit ein außergewöhnliches

Triple geholt.“

Die Damen aus Ballenhausen leben und lieben den Fußball. Mit ihren Ideen wollen sie den Frauenfußball zu etwas Besonderem machen.  So sitzen sie auf einer Auswechselbank, welches  ein Sofa ist, es gibt einen Ballwürfel wie in der Champions-League, und der aktuelle Spielstand lässt sich auf einer Anzeigetafel ablesen. Eingelaufen wird bei Heimspielen bisweilen zu Musik und mit Kindern an der Hand.

 

Dies war auch an ihrem letzten Punktspiel der Fall. Am Mittelpunkt angekommen überreichte die Staffelleiterin der Kleinfeldklasse Annabel Ulbrich den Meisterpokal, den sich die Damen schon im Vorfeld sichern konnten. Anschließend beglückwünschte der Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs die Ballenhäuser Fußballdamen und sprach seinen Dank für die Hilfe und das Engagement aus mit welchem sie den Verein unterstützen.

Allein wäre dies allerdings nicht möglich. Im Hintergrund sind zahlreiche Helfer, wie die Grilldamen Heidrun und Bea, die Massagepraxis Hartje, Vanessa, für die tollen Bilder, Familie Guse, Fleischerei Proffen, der Verein SV RW Ballenhausen, der den Freiraum zulässt all dieses immer umzusetzen.  Ebenfalls der Gemeinde, die uns durch die Sanierung des Sportplatzes einen wunderschönen hügelfreien und grünen Rasen ermöglichte. Und alle anderen, die mit ihren Ideen und ihrer Kreativität, die Liebe und die Verbundenheit zu diesem Verein ausdrücken.   

„An dieser Stelle gebührt unseren tollen Fans Respekt und tausend Dank, dass ihr jedes Spiel uns tatkräftig unterstützt habt. Ihr seid einmalig im Umkreis.“

 

Desweiteren möchten wir uns bei dem Verein aus Niedernjesa bedanken. Nachdem klar war, dass wir unseren Sportplatz wegen der Sanierung noch nicht nutzen können, stellten sie uns sofort ihre Sportanlagen zur Verfügung, nicht nur um dort zu trainieren, sondern auch dort unser Punktspiel austragen zu dürfen. Recht vielen Dank noch einmal an dieser Stelle für die freundliche und hilfsbereite Unterstützung seitens des SG Niedernjesa.

 

Im Anschluss sahen die Anhänger des Frauenteams noch einmal ein tolles Spiel gegen den Hainberger SC, welches am Ende mit 6:2 gewonnen werden konnte.

Mit 41 Punkten holten sie somit den dritten Meistertitel nach Ballenhausen. Dabei erzielten sie insgesamt 67 Tore und kassierten 18 Tore in 16 Spielen. 13 Mal verließen sie den Platz als Sieger. 2 Mal spielten sie Unentschieden und lediglich 1 Mal mussten sie die Punkte dem Gegner überlassen. Anschließend überreichte der 2. Vorsitzende Sven Wille und der Fan Stefan Papendieck eine große Tafel mit gesammelten Unterschriften derjenigen, welche die Mannschaft immer anfeuern und unterstützen. Diese wird ein Platz in der frisch gestrichenen Kabine erhalten. Mit der Ballenhäuser Hymne, unterstützt von Klaus Guse am Keyboard sangen sie alle gemeinsam und feierten den erfolgreichen Saisonabschluss.

 

Das Glück und auch Trauer nah beieinander liegen und man im Spiel des Lebens nicht immer gewinnt, weil die Kraft nicht mehr reicht, wird einem wieder vor Augen geführt. So mussten wir Abschied nehmen von zwei Fans in dieser Saison. Im Januar verstarb Heinz Rümenap als ältester Fan. Dessen Idee einer eigenen Hymne uns bewegte dies umzusetzen. Und kürzlich verließ uns auch Rainer Kühn, ein Fan der ersten Sekunde der Damenmannschaft aus Ballenhausen, der gemeinsam mit uns viele schöne Momente erlebt hat, der mit seinen ehrlichen und direkten Worten in „seinem Büro“,  seiner hilfreichen Hand uns in Erinnerung bleiben wird. Er hat uns in sein Herz geschlossen, trotz der Skepsis gegenüber Frauenfußball.  

 

Ab dem 21.7.2016 trainieren die Damen jeden Montag und Donnerstag um 19:30 Uhr auf dem Sportplatz in Ballenhausen. Wer Interesse und Lust hat ein Teil dieser Familie zu werden kann sich unter der Nummer 0176-23374790 melden.

Trotz der Neuzugänge in der vergangenen Saison entschied man sich in der kommenden Serie 2016/2017 erneut in der Kleinfeldklasse 7´er/9´er Staffel zu melden, da noch einige Spielerinnen verletzungsbedingt nicht einsatzbereit sind.

 

Wir freuen uns auf die neue Saison und die neuen Mannschaften. Laut des vorläufigen Spielplanes starten wir am 28.8.2016 in Uslar in den Punktspielbetrieb.